Viscerale Osteopathie

Unter visceraler Osteopathie (lateinisch: zu den Eingeweiden gehörend) versteht man die Untersuchung und Behandlung der inneren Organe in Brust-, Bauch- und Beckenraum.

Auf der Grundlage des osteopathischen Konzeptes beschäftigten sich in den Jahren ab 1940 H.V.Hoover, M.D. Young mit der Funktion der inneren Organe. Sie fanden heraus, dass jedes Organ über eine eigene Bewegung verfügt. Daraus entwickelte sich die osteopathische viscerale Diagnostik und Therapie.  In den 80er Jahren verfeinerten und erweiterten  Jean-Pierre Barral und Jacques Weischenck diese Techniken.

Nach Andrew Taylor Still hängen alle Körperfunktionen von der Versorgung durch das Blut-, Lymph- und Nervensystem ab. Auf Störungen in diesem Kreislauf reagiert der Körper mit Funktionsstörungen. Hier sind genaue anatomische Kenntnisse der Funktionalität und Versorgung des einzelnen Organs von großer Bedeutung.

Durch Berührungen des Körpers mit den Händen ermittelt der Osteopath  die Grundspannung der Organe und deren bindegewebigen Aufhängung. Über die Mobilisation und Entspannung werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert und gefördert.

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