Osteopathie bei Klein- und Schulkindern, als auch bei Jugendlichen

Klein- und Schulkinder werden oft im Halbjahresrhythmus wachstumsbegleitend untersucht. Das unterschiedlich starke Längenwachstum kann Spannungen im Muskel- und Skelettsystem aufbauen oder auch Schwierigkeiten mit der Koordination (Schusseligkeit) verursachen. Die daraus resultierenden häufigeren Stürze, manchmal auch mit Kopfbeteiligung, können Fehlstellungen der Wirbelsäulengelenke oder Spannungen im Kopf auslösen, die einer Korrektur bedürfen. Unbehandelt können im weiteren Entwicklungsverlauf durch Kompensationen eventuell Veränderungen am Skelettsystem auftreten.
Große Aufmerksamkeit wird auch den Reflexen gewidmet: Der Säugling verfügt über lebensnotwendige frühkindliche Reflexe, unter anderem dem Saug-, Greifreflex und den sogenannten Geburtshelferreflexen (Spinaler Galant-, Symmetrisch Tonischer Nacken- und Asymmetrisch Tonischer Nackenreflex) die mit der Zeit abgebaut werden sollten. Sind diese Reflexe weiterhin vorhanden, kann sich das Kind in seiner Entwicklung beeinträchtigen.

Jugendliche

Jugendliche sind durch den Eintritt in die Pubertät mit ihrer körperlichen und hormonellen Veränderung konfrontiert. Sekundäre Geschlechtsmerkmale werden entwickelt, die Statur verändert sich, Muskeln und Organe bilden sich aus. Die unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeit der Körperteile verursacht Ungleichgewichte im heranwachsenden Menschen. Hier sieht die Osteopathie ihren Ansatz zur Behandlung mithilfe von craniellen, parietalen und visceralen Techniken. Der Körper soll zur Findung der eigenen Balance angeregt werden.

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